Daten und Fakten

In Kenia bestehen weiterhin große Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Im Gender Inequality Index der Vereinten Nationen liegt das Land bei rund 0,52 und gehört weltweit zu den Ländern mit hoher Geschlechterungleichheit. Besonders im landwirtschaftlichen Bereich haben viele Frauen nur eingeschränkten Zugang zu Land, Finanzierung und Bildung.

Trotz langsamer Fortschritte in der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe von Frauen bestehen weiterhin deutliche Ungleichheiten – besonders im landwirtschaftlichen Sektor. In vielen Haushalten haben Frauen nur begrenzten Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen und verfügen oft über weniger Zugang zu Ressourcen wie Land, Finanzierung oder Ausbildung.

Dabei spielen Frauen eine zentrale Rolle für die Ernährung ihrer Familien und Gemeinden. Viele sichern das Überleben ihrer Haushalte durch Subsistenzlandwirtschaft, also durch den Anbau von Nahrungsmitteln zur Selbstversorgung. Gleichzeitig sind sie aufgrund struktureller Benachteiligung besonders stark von Armut, Ernährungsunsicherheit und wirtschaftlicher Instabilität betroffen.

Leben und Ernährungssicherheit in Homa Bay

Im Verwaltungsbezirk Homabay leben viele Familien auf dem Land in kleinbäuerlichen Haushalten. Die Familien erhalten keinerlei staatliche Unterstützung. Sie sind oft isoliert und ihre Mitsprache bzw. ihre Mitbestimmung sind begrenzt, deshalb versuchen sie ihr Einkommen in der Subsistenzwirtschaft zu sichern. Um mit dem nicht vorhersehbaren Regenfall besser umgehen zu können, bauen sie hauptsächlich Mais, Süßkartoffeln und Kassava an, sowohl zum Eigenbedarf als auch zum Verkauf.

Nichtsdestotrotz sind die Lebensmittel nicht ausreichend, um sich das ganze Jahr zu versorgen. Viele Familien versuchen sich damit zu helfen, weniger über den Tag verteilt und meist das Gleiche zu essen. Manche Familien müssen Haushaltsgegenstände verkaufen, um Nahrungsmittel kaufen zu können. Wenn es nicht anders geht, werden die jungen und aktiven Familienmitglieder losgeschickt, um sich in den nahe gelegenen Städten und Märkten Geld zu verdienen, das sie für den Kauf von Nahrungsmitteln nach Hause schicken.

Obwohl die Frauen in vielen Bereichen benachteiligt sind, spielen sie eine entscheidende Rolle puncto Ernährungssicherheit in den meisten Familien der Region. Aus diesem Grund entwickelte eine Gruppe von drei Personen Ideen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Kindern in Verwaltungsbezirk Homabay, Kenia. Die Herausforderung, diesen Traum in die Realität umzusetzen, führte zur Gründung des „CHAINS OF WORK Austria – Verein zur Unterstützung der Selbstversorger-Landwirtschaft in Kenia“.

Betroffen noch sind vor allem Kinder aus der kleinbäuerlichen Haushalten. Die Kinder stehen vor erheblichen bildungspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die ihre Möglichkeiten, sich auf lokaler Ebene zu entwickeln, beeinträchtigen. In vielen ländlichen Schulen fehlt es an angemessenen Ressourcen, wie Zugang zu digitaler Kompetenz, hochwertigen Lernmaterialien und Qualifizierungsmaßnahmen, die für die Vorbereitung der Kinder auf moderne Berufe unerlässlich sind.

Ohne Zugang zu verschiedenen Fertigkeiten und Bildungsangeboten bleiben die Kinder im Kreislauf der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft, was ihre wirtschaftliche Mobilität einschränkt. Die Mehrheit sieht in ihren Gemeinden oft nur begrenzte Bildungs- und Karrieremöglichkeiten, was sie dazu veranlasst, auf der Suche nach besseren Arbeitsplätzen in städtische Gebiete abzuwandern oder die Schule ganz abzubrechen und Gelegenheitsjobs anzunehmen, da es ihnen an Motivation und Unterstützung fehlt.

Der Verein

CHAINS OF WORK Austria wurde am 19. Jänner 2021 in Österreich gegründet. Im Einklang mit dem Nachhaltigkeitsziel der UNO, Hunger zu beenden und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern, setzen wir uns für eine nachhaltige regionale Entwicklung ein.

Unser Fokus liegt auf der Verbesserung der Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung im Verwaltungsbezirk Homa Bay in Kenia, insbesondere für Frauen, Jugendliche und Kinder.

Gemeinsam mit unserem Partnerprojekt vor Ort stärken wir Familien durch innovative Projekte in Landwirtschaft, Bildung und Unternehmertum. Unser Ziel ist eine widerstandsfähige, selbstversorgende Gemeinschaft, die ihre Zukunft aktiv und nachhaltig gestaltet

Ziele des Vereins

  • Selbstversorger stärken: Wir unterstützen Kleinbauern in Homabay dabei, ihre Lebensgrundlagen zu sichern und ihre Zukunft eigenständig zu gestalten
  • Ländliche Gemeinschaften fördern: Unsere Programme verbessern nachhaltig die wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen im ländlichen Raum.
  • Landwirtschaft zukunftsfähig machen: Wir helfen Landwirten, von wenig rentablen und arbeitsintensiven Methoden auf nachhaltigere und wirtschaftlich tragfähige Landwirtschaft umzusteigen

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