Daten und Fakten

Laut einem Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), hat Kenia einen Geschlechterungleichheitsindex-Wert von 0,518 und liegt damit auf Platz 126 von 162 Ländern im Index 2019. Obwohl das Mitspracherecht von Frauen an Entscheidungsprozessen langsam an Bedeutung gewinnt, gibt es immer noch eine enorme Ungleichheit und geschlechtsspezifische Vorurteile, insbesondere in der Landwirtschaft. In etlichen Haushalten sind Frauen noch immer isoliert und ihre Mitsprache bei der wirtschaftlichen Beteiligung ist oft begrenzt. Aufgrund der entscheidenden Rolle, die sie in den meisten Familien spielen, bleiben Frauen immer noch in allen Dimensionen der Ernährungssicherheit gefährdet. Die meisten von ihnen kämpfen darum, ihre Familien zu ernähren und überleben hauptsächlich durch die Sicherung ihres Einkommens in der Subsistenzwirtschaft, welche die Selbstversorgung zur Sicherstellung des Lebensunterhaltes einer Familie bedeutet.

Im Verwaltungsbezirk Homabay leben viele Familien auf dem Land in kleinbäuerlichen Haushalten. Die Familien erhalten keinerlei staatliche Unterstützung. Sie sind oft isoliert und ihre Mitsprache bzw. ihre Mitbestimmung sind begrenzt, deshalb versuchen sie ihr Einkommen in der Subsistenzwirtschaft zu sichern. Um mit dem nicht vorhersehbaren Regenfall besser umgehen zu können, bauen sie hauptsächlich Mais, Süßkartoffeln und Kassava an, sowohl zum Eigenbedarf als auch zum Verkauf. Nichtsdestotrotz sind die Lebensmittel nicht ausreichend, um sich das ganze Jahr zu versorgen. Viele Familien versuchen sich damit zu helfen, weniger über den Tag verteilt und meist das Gleiche zu essen. Manche Familien müssen Haushaltsgegenstände verkaufen, um sich Nahrungsmittel kaufen zu können. Wenn es nicht anders geht, werden die jungen und aktiven Familienmitglieder losgeschickt, um sich in den nahe gelegenen Städten und Märkten Geld zu verdienen, das sie für den Kauf von Nahrungsmitteln nach Hause schicken.

Obwohl die Frauen in vielen Bereichen benachteiligt sind, spielen sie eine entscheidende Rolle puncto Ernährungssicherheit in den meisten Familien der Region. Aus diesem Grund entwickelte eine Gruppe von drei Personen Ideen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Kindern in Verwaltungsbezirk Homabay, Kenia. Die Herausforderung, diesen Traum in die Realität umzusetzen, führte zur Gründung des „CHAINS OF WORK Austria – Verein zur Unterstützung der Selbstversorger-Landwirtschaft in Kenia“.

Das Projekt

CHAINS OF WORK Austria wurde in Österreich am 19. Jänner 2021 gegründet. Im Rahmen des zweiten Ziels der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 der UNO: „den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern“, fördert der Verein eine nachhaltige wirtschaftliche Regionalentwicklung. Der Verein setzt sich dafür ein, die ländlichen Lebensbedingungen der Menschen im Verwaltungsbezirk Homa Bay-Kenia (vorzugsweise Frauen, Jugendlichen und Kinder) weiter zu verbessern.

Ziele des Vereins

  • Die Selbstversorger zu stärken und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen
  • Ein nachhaltiges sozioökonomisches Wohlergehen der ländlichen Bevölkerung zu fördern
  • Erleichterung eines Paradigmenwechsels der Landwirte von einer nicht lukrativen, arbeitsintensiven Landwirtschaft zu Produkten, die praktisch und kostengünstig sind.

Unser Team kennenlernen

Obmann

Obmann

George Otieno MUGA MSc

Obmann Stellvertreterin

Obmann Stellvertreterin

Sylvia ETTL

Schriftführer

Schriftführer

Bernhard BRAUN

Kassierin

Kassierin

Bernadette ETTL BSc

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